CFP - Das schweizerische Drama und Theater im 20. und 21 Jahrhundert

16 November, 2015

Der Lehrstuhl für Literatur und Kultur

Deutschlands, Österreichs und der Schweiz

sowie der Lehrstuhl für Drama und Theater

laden ein zur Teilnahme an der internationalen Konferenz

Vom Gipfel der Alpen…

Das schweizerische Drama und Theater im 20. und 21 Jahrhundert

Łódź, 9. – 11. Juni 2016

 

Vom Gipfel der Alpen… Das schweizerische Drama und Theater im 20. und 21. Jahrhundert ist die achte internationale Konferenz einer Tagungsreihe über das zeitgenössische europäische Drama und Theater, die von den oben genannten Lehrstühlen an der Universität Łódź in Zusammenarbeit mit ausländischen Partnern veranstaltet wird.

Die Konferenz, zu der wir im Juni 2016 einladen, fokussiert die Spezifik des schweizerischen Dramas und Theaters seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Vor dem Hintergrund von Théodore Jouffroys Ausspruch „Vom Gipfel der Alpen gleicht die Schweiz einem Garten, vom Gipfel des Denkens gleicht die Geschichte einer Erzählung” möchten wir über die Beschaffenheit des schweizerischen Dramas und Theaters diskutieren. Ziel der Tagung ist vor allem eine Auseinandersetzung mit stereotypen Sichtweisen auf die zitierte Problematik, in der bislang vor allem die Dada-Bewegung, das Schaffen von Friedrich Dürrenmatt und Max Frisch oder die Aufführungen von Christoph Marthaler thematisiert wurden. Folgende Forschungsperspektiven sollen berücksichtigt werden:

  • das schweizerische Drama und Theater im Kontext der lokalen Geschichte und Kultur
  • Formen des Engagements im schweizerischen Drama und Theater
  • Präsenz von schweizerischen Autoren und Theaterkünstlern im europäischen und globalen Theater
  • schweizerische Techniken des dramaturgischen Schreibens angesichts der gegenwärtigen Gattungsumwälzungen
  • Rezeption des schweizerischen Dramas und Theaters in Polen.

Mittels gemeinsamer Reflexionen hoffen wir, eine umfangreiche Palette von Autorinnen und Autoren, die im polnischen und europäischen Theater kaum bekannt oder gar völlig unbekannt sind, näher darstellen zu können. Hierzu zählen u.a. Werner Johannes Guggenheim, Urs Odermatt, Christine Rinderknecht, Gisela und Urs Widmer, Thomas Hürlimann, Matthias Zschokke sowie die zunehmend wahrgenommene jüngere Autorengeneration, zu der etwa Lukas Bärfuss, Reto Finger, Lorenz Langenegger und Daria Stocker gehören. Folgende Aspekte sollen hierbei besonders diskutiert werden: die Funktion des Dramas im Rahmen der so genannten Heimatliteratur, das Verhältnis der Schweizer Autoren zum Konzept der Geistigen Landesverteidigung nach 1933, das Drama als Mittel der Kritik über den idyllischen Mythos der Schweiz sowie dessen mediale Effekte in den heutigen Debatten über die globalisierte Gesellschaft. Besondere Berücksichtigung finden sollen die spezifischen Entwicklungsbedingungen des schweizerischen Dramas, das trotz sprachlicher Gemeinsamkeiten eine andere gedankliche und ästhetische Prägung erfuhr als das deutsche und österreichische. Im Programm der Konferenz finden deshalb auch Autorinnen und Autoren ihren Platz, die auf Französisch (z.B. A. Cohen, R. Morax), Italienisch oder Rätoromanisch schreiben.

Gleichzeitig soll zur Erforschung der Theaterentwicklung in der Schweiz mit folgenden möglichen Schwerpunkten ermutigt werden: der Beitrag schweizerischer KünstlerInnen zur Theaterreform Anfang des 20. Jahrhunderts, die Rolle der Schweiz als Migrationsland für AutorInnen und KünstlerInnen nach 1933, schöpferische Explorationen in der Nachkriegszeit in Bezug auf die Aufführungsmodi sowie die Adaptation der wichtigsten europäischen und weltweiten ästhetischen Strömungen im Drama und Theater, die Spezifik von Organisation und Finanzierung im schweizerischen Theatersystem.

Auch im Rahmen dieser Konferenz ist geplant, eine/n schweizerischen Dramaturgin/en zur Lesung einzuladen sowie die Tagungsvorträge in einem Sammelband zu veröffentlichen.

Konferenzsprache ist Deutsch; bei genügend Rückmeldungen wird zudem ein Panel in polnischer Sprache stattfinden.

Anmeldungen zur Konferenz erbitten wir bis einschließlich 15. März 2016 unter Angabe Ihres Namens, Ihrer Heimatuniversität sowie mit einer Zusammenfassung des geplanten Vortrags (ca. 900 Zeichen) an karolina.sidowska@uni.lodz.pl. Sie können auch gerne für die Anmeldung das vorgegebene Anmeldeformular nutzen.

Die Konferenzgebühr beträgt 400 zl / 100 EUR und umfasst 2 Übernachtungen im Universitätshotel sowie Verpflegung während der Tagung. Reisekosten können leider nicht übernommen werden. Die ausländischen ReferentInnen, die keine offizielle Rechnung (Faktura) brauchen, dürfen die Konferenzgebühr am ersten Tag bei der Registrierung einzahlen.

Auf Ihre Beiträge freuen sich

Prof. dr hab. Joanna Jabłkowska

Prof. dr hab. Małgorzata Leyko

Sekretariat der Konferenz:

dr Karolina Sidowska

dr Monika Wąsik

 

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